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Petra aus Frankfurt: Nackenverspannungen, Zähneknirschen — wie ich meinen Körper endlich verstanden habe

Petra litt jahrelang an Nackenverspannungen und Zähneknirschen — beides Stresssignale, die sie lange ignorierte. Was sie schließlich befreite, war eine Kombination aus PMR und Magnesiumglycinat.

Mein Zahnarzt hat es zuerst gesagt: "Ihre Zähne zeigen starke Abnutzung an den Kauflächen. Knirschen Sie nachts?" Ich dachte, das wäre eine Ausnahme. Dann hat meine Physiotherapeutin das Gleiche gesagt: "Ihre Nackenmuskulatur ist dauerhaft angespannt wie kurz vor einem Sprint." Ich schlafe. Ich esse gut. Ich mache Urlaub. Und trotzdem — mein Körper stand unter Dauerspannung.

Was Stress mit Muskeln macht

Das Evolutionsmodell hilft hier: Wenn der Körper Stress wahrnimmt, spannt er Muskeln an — Fluchtbereitschaft. Bei Säbelzahntigern sinnvoll. Bei E-Mails nicht. Aber das Gehirn unterscheidet das nicht. Chronischer psychischer Stress führt zu chronischer Muskelspannung, besonders im Nacken, in den Schultern und im Kiefer.

Das Zähneknirschen war der sichtbarste Beweis, dass mein Körper nachts versuchte, Stress abzubauen, den er tagsüber aufgestaut hatte. Die Schiene vom Zahnarzt schützt die Zähne — löst aber nicht die Ursache.

Progressive Muskelentspannung nach Jacobson

Ein Kollege, Physiotherapeut, empfahl mir Progressive Muskelentspannung. Das Besondere: Anders als bei Atemübungen arbeitet man dabei aktiv mit dem Körper. Man spannt Muskelgruppen systematisch an — Hände, Arme, Schultern, Nacken, Gesicht — hält kurz und lässt dann bewusst los.

Das Entscheidende dabei: Viele Menschen wissen gar nicht mehr, wie sich entspannte Muskeln anfühlen. Sie haben den Ausgangszustand "angespannt" als Normal definiert. PMR lehrt den Körper, den Unterschied wieder zu spüren.

Ich mache PMR täglich vor dem Einschlafen, 20 Minuten. Das Zähneknirschen hat sich reduziert — mein Zahnarzt hat es beim letzten Termin bestätigt.

Magnesiumglycinat — was andere Magnesium-Präparate nicht können

Magnesium ist an über 300 Enzymprozessen beteiligt, unter anderem an der Muskelentspannung. Ein Mangel (bei Stress erhöht sich der Magnesiumbedarf) führt zu Verkrampfungen, Schlafproblemen und erhöhter Stressreaktion.

Nicht jedes Magnesium ist gleich. Magnesiumglycinat wird besser aufgenommen als das günstigere Magnesiumoxid und hat eine beruhigende Wirkung über den Glycin-Anteil. Ich nehme 400mg abends. Die Muskeln sind messbar weicher — meine Physiotherapeutin hat das ungefragt festgestellt.

Was HR-Arbeit mit dem Nervensystem macht

Personalarbeit bedeutet: Man trifft täglich Entscheidungen mit Konsequenzen für Menschen. Entlassungen. Gehaltsverhandlungen. Konflikte. Das ist emotional belastend — und viele HR-Manager verdrängen das, weil sie ja "professionell" zu sein haben.

Ich habe angefangen, nach besonders schweren Gesprächen eine kurze Atemübung zu machen, bevor ich die nächste Aufgabe angehe. Fünf Minuten. Das klingt nach Luxus — ist aber Effizienz, weil ich danach besser entscheide.

Was sich verändert hat

Kein Zähneknirschen mehr — oder deutlich weniger. Die Nackenverspannungen sind chronisch geblieben, aber schwächer. Ich schlafe tiefer. Und ich habe meinen Körper verstanden: Er sagt mir etwas, wenn ich zu viel nehme. Ich höre jetzt zu.

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