Krank durch Stress

Krank durch Stress, ein schleichendes Übel und dennoch unser Hauptkiller

 

Was dich in diesem Artikel zum Thema „krank durch Stress“ erwartet:

  • Körperliche Erschöpfung durch Stress
  • Durchfall durch Stress
  • Kopfscherzen durch Stress
  • Zahnschmerzen durch Stress
  • Stress Bauchschmerzen
  • Nasenbluten Stress
  • Stress und Herz- Kreislauf-System
  • Oxidativer Stress – eine oft unerkannte Gefahr
  • Krank durch Stress – mein Fazit

 

Akuter Stress – chronischer Stress

Unter Stress wird unser Organismus auf Kampf oder Flucht vorbereitet. Daher geht es bei den körperlichen Umstellungen darum, rasch Energie bereitzustellen.

All das, was akut nicht allzu problematisch ist, wird bei chronischem Stress jedoch fatal.

 

Körperliche Erschöpfung durch Stress

Da die vermehrt mobilisierte Energie (Zucker) nicht genützt wird, wird sie auch nicht abgebaut. Und führt auf Dauer zu Verspannung, Erschöpfung und letztlich sogar Muskel-Zerstörung.

Daraus erklärt sich letztlich auch das Burnout – das Ausbrennen.

An sich wird die Energie ja für Kampf oder Flucht vorbereitet.

Aber wann bewegen wir uns im Alltag wirklich intensiv?

Kaum je, oder ist das bei dir anders?

Und wenn die Muskulatur das, wofür sie bestens ausgestattet ist, nicht machen kann, dann verspannt sie sich. Letztlich ist Verspannung eine isometrische Muskelkontraktion. Also eine Art Ersatzhandlung, um die vermehrt zur Verfügung gestellte Energie abzubauen. Was nicht wirklich funktionieren kann, weil isometische Kontraktion nicht so viel Energie verbraucht.

Wird dir nun klar, woher deine Verspannungen kommen?

Und deine Erschöpfung?

 

Diabetes durch Überforderung der Bauchspeichel-Drüse

Eine weitere leicht zu erklärende Krankheitsfolge aus Stress ist der Diabetes, die „Zucker-Krankheit“.

Unter Stress wird vermehrt Energie in Form von Zucker bereitgestellt. Damit steigt der Blutzucker. Aber weil dieser nicht durch Kampf oder Flucht abgebaut wird, muss die Bauchspeicheldrüse Insulin ausschütten. Dieses hält den Blutzucker konstant, indem es den Zucker aus dem Blut wieder in die Zuckerspeicher zurückbringt.

Aber kaum ist das geschehen, kommt der nächste Stressor und das Spiel beginnt von Neuem. So lange, bis die Bauchspeicheldrüse erschöpft ihren Dienst quittiert. Und das nennen wir Typ 2 Diabetes.

Früher hieß dieser Alters-Diabetes, aber da mittlerweile auch junge Menschen gestresst sind, stimmt diese Bezeichnung nicht mehr.

 

Stress und Herz- Kreislauf-System

Auf der Flucht oder bei einem Kampf ist die erhöhte Herz-/Kreislauf-Aktivität sinnvoll. Nur kämpfen wir ebenso wenig wie wir fliehen. Woraus folgt, dass der stressbedingtem Blut-Hochdruck chronisch wird. Daraus folgen Gefäß-Schäden (Arteriosklerose) mit erhöhtem Risiko für Herz-Infarkt und Schlag-Anfall.

Diese beiden Folgen sind bei uns neben den Krebserkrankungen die häufigsten Todesursachen!

Während der Flucht oder bei einem Kampf ist es durchaus sinnvoll, dass die Blutgerinnung verstärkt wird. Denn zu großer Blutverlust durch Verwundungen wäre nicht zielführend. Wenn wir hingegen beim Schreibtisch sitzen, ist die verstärkte Blutgerinnung fatal. Denn sie erhöht das Thrombose-Risiko. Und damit die Gefahr von Infarkt und Insult noch weiter.

 

Durchfall und Bauchschmerzen durch Stress

Während der Flucht oder eines Kampfes ist die Verdauung sekundär. Da geht es ums Überleben, daher ist unser Verdauungssystem ruhiggestellt. Aber die chronische Unterdrückung unserer Verdauung führt zu diversen Verdauungsstörungen.

Diese können letztlich in Geschwür-Bildung in Magen und Zwölffinger-Darm, Reizdarm, Entzündungen und letztlich sogar Krebs münden.

Symptome sind Durchfall oft abwechselnd mit Verstopfung, lästige Blähungen und vor allem Schmerzen. Oft aber auch Blutungen. sichtbare oder okkulte, die nur über einen Test festgestellt werden können.

                                                                      

Erhöhtes Infektionsrisiko

Unter Lebensgefahr von außen ist die Gefahr von inneren Krankheitserregern unwichtig. Denn wenn der Säbelzahntiger hinter dir her ist, sind die „bösen“ Darmbakterien das kleinere Übel. Dann sind sie eher dessen Problem, wenn er dich erwischt 😊.

Allerdings führt die Unterdrückung der Immun-Abwehr unter chronischem Stress zur Rückbildung der Thymusdrüse und vermehrter Infektionsgefahr.

Und ich denke, das hat jeder von uns schon am eigenen Leib erlebt. Unter Stress fangen wir jede Erkältung ein, die in unserer Nähe ihr Unwesen treibt. Oder wir bekommen unsere obligate Stress-Fieberblase…

 

Erhöhtes Krebsrisiko

Auch in einem gesunden Organismus entstehen immer wieder entartete Zellen, die von einem gesunden und aktiven Immun-System jedoch erkannt und eliminiert werden.

Daraus wird klar, dass sich bei einem auf Dauer unterdrückten Immun-System die Krebsgefahr signifikant erhöht.

Bei jeder Krebserkrankung findet sich in der Anamnese besonderer Stress. Das anerkennt heute sogar die Schulmedizin.

 

Rasche Alterung und verzögerte Heilung

Auch Regeneration und Reparation sind unter chronischem Stress verzögert. Denn auch diese Funktionen sind fürs Erste nicht überlebensnotwendig. Aber wenn sie chronisch beeinträchtigt sind, ist das durchaus ein Thema. Besonders in einer Kultur, wo nur das Junge schön und begehrenswert ist.

 

Stress und Sexualfunktion

Unter Lebensgefahr ist es durchaus sinnvoll, den Sexual-Trieb zu unterdrücken. Auf Dauer führt Stress allerdings zu Impotenz, Libidoverlust, Frigidität und Menstruations-Störungen.

Ein deutliches Zeichen für diese chronische Stress-Folge ist der steigende Absatz Potenz fördernder Mittel.

 

Kopfscherzen durch Stress

Eine sehr häufige Nebenerscheinung von chronischem Stress sind auch Kopfschmerzen verschiedenster Art.

Die Ursache für diese Stress Kopfschmerzen dürfte vor allem die Minderdurchblutung des Gehirns sein. Unter der Wirkung der Stresshormone werden die Gehirngefäße (vor allem in der Hirnrinde) verengt.

Da hilft meist Entspannung und die Vorstellung, die Blutgefäße im Hirn würden sich erweitern und viel frisches, sauerstoffgesättigtes Blut würde die Hirnzellen versorgen.

Eine weitere Ursache kann aber auch Austrocknung durch Wassermangel im Körper sein. Dann hilft bereits das Trinken eines Glases Wasser.

 

Zahnschmerzen durch Stress

Die Medizin spricht von non-odontogene Zahnschmerzen unter Stress. Also Schmerzen, deren Ursache nicht in den Zähnen liegt.

Wie bereits erwähnt, führt chronischer Stress zu Verspannungen vor allem im Hals-Nackenbereich. Manchmal strahlen die daraus entstehenden Schmerzen bis in die Zähne aus.

Eine weitere Ursache ist die Tendenz, die Zähne zusammenzubeißen. Beobachte dich einmal unter Stress! Vermutlich ist deine Kiefermuskulatur nicht so entspannt, wie sie sein sollte. Und dies führt oft zu Zahnschmerzen.

Aber auch nächtliches Knirschen, das auch auf Stress zurückzuführen ist, kann auch tagsüber Zahnschmerzen verursachen. Das liegt unter anderem daran, dass beim Knirschen der schützende Zahnschmelz abgerieben wird. Und das macht die Zähne anfälliger für Karies. Aber auch für erhöhte Empfindlichkeit gegen Kälte- und Hitzereize.

In diesem Fall kann eine Knirschschiene sinnvoll sein.

Und natürlich führt der Zeitmangel unter Stress zuweilen auch zu mangelnder Zahnhygiene.

 

Nasenbluten Stress

Stress erhöht den Sympathikotonus. Das ist jener Teil unseres vegetativen Nervensystems, der für Aktivität und Kampf- oder Fluchtbereitschaft zuständig ist. Er steigert Blutdruck und Herzfrequenz und damit den Blutfluss in den Gefäßen. Unter anderem auch jenen der Nasenschleimhaut, die eher zart sind. Und daher unter dem erhöhten Druck leicht platzen können. Sodass Nasenbluten durchaus ein Frühsignal von Stress sein kann.

Dennoch würde ich bei häufigen Nasenbluten einmal den Arzt meines Vertrauens zuziehen, um eventuell andere Ursachen abzuklären.

 

Oxidativer Stress – eine oft unerkannte Gefahr

Krank durch Stress bezieht auch oxidativen Stress mit ein. Dieser betrifft unsere Zellen. Er entsteht, wenn mehr freie Radikale entstehen, als durch Antioxidantien neutralisiert werden können. Dann funktioniert die Zellatmung in den Mitochondrien nicht mehr.

Die meisten Krankheiten, aber auch vorzeitiger Alterung sind Folge von oxidativem Stress. Dieser entsteht, wenn der Körper nicht mehr mit dem Umwelt- und Körperstress zurechtkommt. Dann kommt es zu einer Störung der Balance zwischen schützenden Stoffen und aggressiven Radikalen.

Vor allem für Krebs – eine typische Erkrankung des Alters – sind entzündliche Prozesse und oxidativer Stress die wesentlichsten Faktoren. Die auch meist gemeinsam auftreten.

Aber auch Bluthochdruck und Diabetes gehen mit hohem oxidativem Stress einher. Und sind eindeutig auf Stress zurückzuführen.

 

Wann entstehen freie Radikale?

Aggressive Radikale entstehen im Alltag immer, wenn die Atmungskette in den Kraftwerken der Zellen (den Mitochondrien) vermehrt beansprucht und überfordert wird. Krank durch Stress werden wir also, wenn mehr Energie gebraucht wird:

  • beim Sport,
  • beim der Aufnahme von Umweltgiften,
  • bei Belastung durch UV-Strahlung,
  • beim Rauchen,
  • beim emotionalem Stress,
  • bei erhöhter Aktivität des Immunsystems,
  • bei Entzündungen,
  • beim Purin-Abbau,
  • beim Abbau von Stresshormonen…

Wenn der Organismus ausreichend Gelegenheit hat, zu regenerieren, wird er auch mit vermehrtem Anfall von Radikalen fertig. Besteht dieser zu lange, dann kippt das Gleichgewicht.

Einerseits ist es sinnvoll, dem Körper genügend Antioxidantien anzubieten, um die freien Radikale zu neutralisieren. In Form von frischem Obst, Gemüse und entsprechenden Nahrungsergänzungsmitteln.

Andererseits ist es wichtig, Zeiten der Ruhe und Entspannung einzuhalten, um die Energien wiederaufzubauen.

Und natürlich auch Stress möglichst zu meiden oder rasch zu meistern!

 

Krank durch Stress

Krank durch Stress – mein Fazit

In diesem Beitrag ging es mir darum, dir einerseits die gefährlichsten Krankheiten, die auf Stress zurückzuführen sind, vor Augen zu führen. Aber andererseits auch die besonders lästigen.

Ich hoffe, du hast die Hinweise bekommen, die dir helfen, in Zukunft besser mit deinem Stress umzugehen! Sodass “ krank durch Stress “ der Vergangenheit angehört.

Und bitte lies auch die 5 anderen Artikel, die ich in diesem Blog zum Thema Stress geschrieben habe!

Stress Symptome

Stress Ursachen

Umgang mit Stress

Stress abbauen

Stress vermeiden